Schäden an Technik und Systeme der Informationsverarbeitung und Telekommunikation durch Staubeinfluss.

Staubschäden: Einige Beispiele aus der Praxis:


Mauerdurchbrüche:

Ein Mauerdurchbruch ist mit dem richtigen Arbeitsgerät schnell geschehen. Mit Hilfe eines Kernbohrers können Mauerdurchbrüche mit unterschiedlichen Durchmessern sehr schnell erstellt werden. Mit Hammer und Meißel wird der Durchbruch meist nicht kreisrund. Selbstverständlich kann auch zum Bohrhammer gegriffen werden. Vorsicht bei großen Mauerdurchbrüchen und sensibler IT-Technik in der Nähe. Nicht selten fällt EDV & IT durch Erschütterungen aus und so schnell ein Durchbruch aber auch geschafft ist, so schnell kann es zu ernsthaften Schäden an Technik und Systemen der Informationsverarbeitung und Telekommunikation im Serverraum, Data Center oder Rechenzentrum führen. Eine Alternative zum Bohrhämmern und Meißeln ist das Schneiden der Wand. Der Preis, der für einen Mauerdurchbruch gezahlt wird, ist Staub. Und zwar eine ganze Menge. Das Schneiden mit dem Winkelschleifer treibt den Baustaub durch jede noch so kleine Ritze und Öffnung in die IT-Systeme.

Bei Bohrungen und Stemmungen für Mauerdurchbrüche entstehen vergleichsweise grobkörnige Stäube. Wenn es sich um Kalksandstein handelt, entstehen meist keine direkten Schäden an Systemen der Informationsverarbeitung und Telekommunikation, IT Systemen, EDV Anlagen und RZ Komponenten wie Server, Switche und Telefonanlage. Allerdings reagiert der Baustaub mit der Zeit mit der Luftfeuchtigkeit und kann Schäden an der Elektronik herbeiführen. Verschmutzte Netzwerkbuchsen führen zu Kontaktproblemen.

Deckendurchbrüche:
Mit Kernbohrungen und Betonbohren stellt man nachträglich Durchbrüche oder Aussparungen für Kabel und Rohre her. Ein Spezialunternehmen kann dies in Beton, Stahlbeton, Naturstein und Mauerwerk staub- und erschütterungsfrei umsetzen. Deckendurchbrüche wie Kernbohrungen stellen allerdings im Rechenzentrum ein großes Problem dar. Durch Bohrungen können kleine Metall- oder Stahlspäne entstehen (Armierungsstahl), die die Lüftungen der IT-Systeme einsaugen. Die Folge ist der sofortige Defekt von Servern und Switche. Der sogenannte „nasse Schnitt“ ist bei einem Deckendurchbruch eine saubere Arbeit. Das während des Trennvorgangs zur Kühlung verwendete Wasser der Säge bindet den entstehenden Staub.

Arbeiten an Rigips-Wänden:
Gipsstaub aus der Bearbeitung und Schleifen (Trockenbau mit Rigips-Platten) wird im Rechenzentrum über die Klimatechnik des Rechenzentrums angesaugt und auf die Systeme verteilt. Ein geringer Umfang beeinflusst die IT-Systeme sicherlich nicht und wird nicht störend sein. Größere Staubmengen werden zu Problemen mit der Wärmeabfuhr in den Geräten führen. Reagiert der Gipsstaub mit der Luftfeuchtigkeit ist ein großer Einfluss auf die Elektronik zu erwarten und führt zu Kriechströmen, Unterbrechungen und Ausfällen. Bevor ein Patchkabel gesteckt wird sollten die Patchfelder und Netzwerkbuchsen für Netzwerkkabel vom Staubbelag gesäubert werden.


Größere Staubmengen führen in Hardware und Geräten zu Problemen mit der Wärmeabfuhr.